Errico Fresis

war stellv. Generalmusikdirektor des Freiburger Theaters bevor er einen Ruf als Professor an der Universität der Künste Berlin angenommen hat. Dort ist er musikalischer Leiter der Musiktheaterproduktionen, Leiter der Studiengänge Gesang/Musiktheater und Dekan der Fakultät Darstellende Kunst.


Feste Engagements


Vita

Nach seiner Tätigkeit als Solorepetitor an der Wiener Staatsoper (1988-1990), der Volksoper Wien (1990-1992) sowie als Kapellmeister und Solorepetitor am Theater Ulm (1992-1994), war Errico Fresis 1994-2000 Kapellmeister und Studienleiter des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken. Dort initiierte er neben Repertoiredirigaten (u.a. "La Traviata" von Verdi, "La Clemenza di Tito" und "Idomeneo" von Mozart und "L'heure espagnole" von Ravel) innovative Musiktheaterproduktionen wie "Aventiure" (Ligeti/Monteverdi), "Europeras" (Cage), "swin swin" (Tobias Schneid – Uraufführung) und "Dali" (Manuel Hidalgo – Uraufführung). Parallel gründete er das Ensemble für Neue Musik "PanArte" mit dem er eigene Programme (u.a. Bach/Webern/Schwitters/Cage, Berio/Cowell/Antheil, Ullmann/Haubenstock-Ramati/Nono, Schönberg/Schütz/Lombardi/Kagel, Poulenc/Pirandello/Schönberg) und Uraufführungen präsentierte.

Als stellv. Generalmusikdirektor des Theaters Freiburg 2000-2003 leitete Premieren (u.a. "Tri Sestri" von Peter Eötvös, "Trovatore", "Rigoletto" und "Macbeth" von Verdi, "Τhe turn of the screw" von Britten, "Der Vampyr" von Marschner, "Die Fledermaus" von Strauss), zahlreiche Sinfoniekonzerte und Repertoirevorstellungen (u.a. "Tosca" von Puccini, "Der fliegender Holländer" von Wagner, "Eugen Onegin" von Tchaikovsky und "Die Zauberflöte" von Mozart).

Der Komponist Peter Eötvös erlebte seine eigene Oper "Tri Sestri" (Drei Schwestern) im Freiburger Theater unter der Leitung von Errico Fresis und lud ihn daraufhin ein, diese auch beim Edinburgh International Festival 2001 mit dem Sinfonieorchester des BBC zu dirigieren; die Produktion wurde zur besten des Jahres gekürt.

In Berlin sorgt Errico Fresis nicht nur für die Pflege des "klassischen" Repertoires sondern auch für Entdeckungen und neue Impulse. Dazu zählen u.a. die deutsche Erstaufführung des "Kopernikus" von Vivier, "Melusine" von Reimann, "Les trois souhaits" von Martinu, "Arlecchino" von Busoni, "Limonen aus Sizilien" von Trojahn, "Staatstheater" von Kagel, "A Game of Fives" (fünf Musiktheater Uraufführungen im Rahmen der Münchener Biennale), "Wachsfigurenkabinett" von Hartmann, "Der Diktator" von Krenek, die "Abstrakte Oper Nr.1" von Boris Blacher, "Europeras 3 und 4" von Cage, "Hin und Zurück" von Hindemith, "Berliner Requiem" und "Down in the Valley" von Kurt Weill, "La Voix Humaine" und "Les Dialogues des Carmélites" von Poulenc, "Fra i due Litiganti il terzo gode" von Sarti, "Don Giovanni" von Gazzaniga, "Szenen aus Mozarts Leben" von Lortzing, sowie verschiedene Konzerte mit Werken u.a. von Morton Feldmann, Alban Berg, Luigi Nono, Matthias Spahlinger, John Cage und Hans Wütrich.

Eine langjährige Zusammenarbeit bestand mit dem ensemble recherche mit Aufführungen u.a. bei der Biennale Hannover, den Kammermusiktagen in Hitzacker, den Tagen für Neue Musik in Bludenz, der Istituzione Universitaria dei Concerti in Rom, der Staatsoper Stuttgart (Forum Neues Musiktheater) und der "Musik im 21. Jahrhundert" des Saarländischen Rundfunks.

Konzerte, Aufnahmen und Gastspiele verbinden ihn mit der Alten Oper Frankfurt, dem Teatro Massimo Bellini (Catania), dem Nationaltheater Mannheim, der Staatsoper Stuttgart, dem Staatstheater Nürnberg, dem Deutschen Nationaltheater Weimar, der Grazer Oper, der Staatsoper Athen, der Staatsoper Thessaloniki, dem Klangforum Wien, dem Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks, 3SAT (Uraufführung "swin swin" von Tobias Schneid), dem Sinfonieorchester des BBC, den Freiburger Philharmonikern, dem Staatsorchester Thessaloniki, dem Nationalorchester des Griechischen Rundfunks und dem Staatsorchester Athen.

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